Anstiege zur Hesshütte Kummerbrücke / Wasserfallweg: Gehzeit 3,5Std
Einer der schönsten gesicherten Hüttenanstiege der Ostalpen!
 

Der von der Alpinen Gesellschaft "Ennstaler" in den Jahren 1891/92 erbaute Weg ist derart versichert und mit Leitern versehen, dass ihn jeder geübte Bergwanderer begehen kann. Immerhin erfordern einige Stellen Übung und Schwindelfreiheit. (Gut markiert, früher waren diese Stellen blau bez.) Von der Kummerbrücke erreicht man in ca. 40 min. die erste senkrechte Felswand über die aus ansehnlicher Höhe ein Staubfall (ein Wasserfall 890m Seehöhe) herabstürtzt.

 
Von Gstatterboden über den Wasserfallweg Schwierigkeitsgrad (I -) (3 1/2 - 4 Std, im Abstieg etwa 2 1/2 - 3 Std bis Gstatterboden). Kürzester und lohnenster Weg in die Hochtorgruppe, der zugleich einen an großartigen Naturbildern reichen Übergang nach Johnsbach vermittelt, wie er auch den Rückzug in das Gesäuse durch das Sulzkar und den Hartelsgraben ermöglicht.
Schleierwasserfall
zum Teil überhängenden Felswand auf einer ansteigenden Stufe, soweit in der Richtung Planspitze angestiegen, bis man eine 8 m hohe Aluleiter in einen steilen, diesseits bewaldeten Kessel kommt, der sich an Fuss der hochaufragenden Nordostwand der Planspitze eintieft.
Erste Stiege 8m hoch
Unmittelbar unter diesem, in einen hohen, zum Teil senkrechten Felswänder eingebauten Kessel von grossartiger Stimmung und das Bachbett übersetzt in Kehren steiler Erdkegel erklommen, dann in alten Urwald am Fuß einer
  Hier wendet man sich links und steigt in dem sich nach oben verschmälernden Waldstreifen empor zur (1/2 Std) "Kanzel" 1175 m, wo der eigentliche Klammeinstieg beginnt. Von der Kanzel pracht-voller Blick in den von himmelan strebenden Steilwänden abgeschlossenen Wasserfallkessel und auf die schwämmende Enns mit dem sich darüber aufbäumenden Tamischbachturm. Von da ab, fast unausgesetzt an Drahtseilen entlang an jeder halbwegs ausgesetzten Stelle ausserdem noch Starke eiserne Klammern.  
  Blick von der Kanzel zum Tamischbachturm Erste Schwierige Stelle  
  Zunächst wieder in der Richtung gegen den im bereits tief unten schwämmenden Wasserfall über die zweite 11 m lange Aluleiter, dann in ein mehrfachen Zickzack bis an die oberste Wandstufe. Hier waren vor Anlegung des Steiges die schwierigsten Stellen: die beiden Plattengrate, sie sind weggesprengt, und es wird an deren Stelle jetzt auf künstlich geschaffen mit Drahtseil und eisernen Klammern beiderseits versicherten Felswand emporgestiegen.  
  Sicherung mit Eisengeländer und Stahlseilen Zickzack  
  Zwischen beiden Stellen (in 15 - 20 min) regengeschützte Nische eine Ruhebank, darüber zwei Marmortafeln, eine mit der Inschrift: Wasserfallweg, Erbaut von der Wiener Alg. Ges. "Ennstaler" 1891/92. Die Andere ist zu Ehren Bauleiters Emes Leopold, angebracht, nach dem der eindruckvolle Rastplatz "Emesruhe" benannt ist.  
  Kurze Rast an der Emesruhe Gedenktafel zu Ehren Leopold Emes  
  Prachtvoller Tiefblick ins Gesäuse.Vom schärfer ansteigend durch eine feuchte Rinne zu einer Aluleiter 16 m lang und weiteren 4 Leitern. Etwa 30 m hoch, die unterste 72° geneigt, alle mit festen eisernen Geländer und beiderseits mit Drahtseilen versehen, vermitteln sie den Aufstieg in den oberen Wasserfallkessel, wo ein grünes Plätzchen mit schönen Ausblick Rast bietet. (Von Gstatterboden 2 1/2 Std)  
  Letzte Leiter vor dem Ausstieg (16m lang)  
  Weiter auf gut angelegten Weg durch schütteren hochräumigen Wald aufwärts, zur Hesshütte.  
Images © by Erich Zechner & Gert Schweinberger